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Wirtschaftsstandort Deutschland: Ökonomische und gesellschaftliche Lage

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Repräsentative Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken. Krise ohne Krisenstimmung. Die Corona-Krise hat zwar die Wirtschaft voll erfasst, und dies wird von der Bevölkerung auch so wahrgenommen. Allerdings scheinen sich die finanziellen Folgen der Pandemie bislang noch nicht dramatisch auf die breite Bevölkerung ausgewirkt zu haben. So wird die eigene wirtschaftliche Lage weiterhin mehrheitlich als „gut“ bezeichnet; gleichzeitig sieht die Mehrheit der Befragten für sich bislang nur geringe oder gar keine negativen finanziellen Folgen der Pandemie. Mit Blick auf die wirtschaftliche Zukunft des Landes herrscht hingegen ein eher ambivalentes Stimmungsbild.

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Wirtschaftsstandort Deutschland: Ökonomische und gesellschaftliche Lage

  1. 1. Wirtschaftsstandort Deutschland: Ökonomische und gesellschaftliche Lage Repräsentative Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken Dezember 2020
  2. 2. Wirtschaftliche Lage Gesellschaftliche Lage Wie steht es mit der Akzeptanz der Krisenmaßnahmen und dem Vertrauen in die Politik? Hat der gesellschaftliche Zusammenhalt mit der Corona-Krise gelitten? Wie nimmt die Bevölkerung die wirtschaftliche Lage des Landes im zweiten Lockdown des Jahres wahr? Wie beurteilt sie die wirt- schaftlichen Aussichten? Agenda
  3. 3. A. Wahrnehmung der wirtschaftlichen Lage 09.12.2020 3 93%Krise ohne Krisenstimmung Die Corona-Krise hat zwar die Wirtschaft voll erfasst, und dies wird von der Bevölkerung auch so wahrgenommen. Allerdings scheinen sich die finanziellen Folgen der Pandemie bislang noch nicht dramatisch auf die breite Bevölkerung ausgewirkt zu haben. So wird die eigene wirtschaftliche Lage weiterhin mehrheitlich als „gut“ bezeichnet; gleichzeitig sieht die Mehrheit der Befragten für sich bislang nur geringe oder gar keine negativen finanziellen Folgen der Pandemie. Mit Blick auf die wirtschaftliche Zukunft des Landes herrscht hingegen ein eher ambivalentes Stimmungsbild.
  4. 4. Zentrale Ergebnisse 1. Allgemeine und persönliche wirtschaftliche Lage 09.12.2020 4 Wirtschaft im Tief … Die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland wird von den Befragten als deutlich schlechter wahrgenommen als noch vor einigen Jahren. Hatten 2013 noch 40% und 2016 sogar 50% der Befragten die Wirtschaftslage als „gut“ bezeichnet, sind es aktuell nur noch 27%. Nur nach der Finanzkrise wurde im Jahr 2010 mit 16% ein noch schlechterer Wert gemessen. 93% … und persönliche Lage top? Im Gegensatz zur allgemeinen Situation wird allerdings die eigene wirtschaftliche Lage von den Befragten mehrheitlich nicht als schlecht eingeschätzt - im Gegenteil: der Anteil jener Befragten, die ihre wirtschaft- liche Situation als „gut“ be- zeichnen, erreicht im Vergleich zu früheren Jahren mit fast zwei Drittel der Befragten (64%) sogar einen neuen Höchststand. 27%
  5. 5. „Die allgemeine wirtschaftliche Lage ist ...“ 09.12.2020 53 27 50 40 16 52 62 42 19 88 21 0 20 40 60 80 gut teils/teils schlecht 2010 2013 2016 2020 5 Frage: Wie beurteilen Sie ganz allgemein die aktuelle wirtschaftliche Lage in Deutschland? Ist sie ...?
  6. 6. „Meine eigene wirtschaftliche Lage ist ...“ 64 58 55 46 36 28 43 35 6 7810 0 20 40 60 80 100 gut teils/teils schlecht 2010 2013 2016 2020 6 09.12.2020 Frage: Wie beurteilen Sie Ihre eigene wirtschaftliche Lage? Ist sie ...?
  7. 7. Zentrale Ergebnisse 2. Finanzielle Betroffenheit durch Corona-Krise 09.12.2020 7 Von den konkreten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie fühlen sich ebenfalls nur relativ wenige Menschen betroffen. Mitten im zweiten Lockdown Light sagen drei Viertel der Befragten (76%) – und damit noch mehr als während des ersten Lockdowns im Frühjahr –, dass sie von den Folgen der Corona-Krise finanziell „kaum“ oder „gar nicht“ negativ betroffen sind. Das hat einerseits sicher mit den massiven staatlichen Unterstützungskrediten, finanziellen Ausgleichszahlungen, Stundungsmöglichkeiten und groß-zügigen Kurzarbeiter-Regelungen zu tun. 93%76% Andererseits dürften für die überraschend positiven Einschätzungen auch psychologische Faktoren eine Rolle spielen. Denn je schlechter die Befragten die über die Medien vermittelte Wirtschaftslage und die tiefen krisenbedingten Einschnitte in und außerhalb Deutschlands wahrnehmen, desto eher tendieren sie dazu, ihre eigene Lage im Verhältnis als viel besser zu bewerten. Mit diesem „Mir-geht-es-ja-noch-ganz- gut“-Effekt scheinen viele auch eine zumindest nicht so gravierende Verschlechterung ihrer eigenen wirtschaftliche Situation auszublenden. Mit dem „Mir-geht-es-ja-noch-ganz-gut“-Gefühl durch die Krise
  8. 8. „Von der Corona-Krise bin ich finanziell ... betroffen.“ 09.12.2020 8 2 7 14 76 1 sehr stark stark nicht so stark kaum/gar nicht k.A. Frage: Sind Sie persönlich von der Corona-Krise aktuell finanziell negativ betroffen? 4 2 9 7 17 14 70 76 April Nov sehr stark stark nicht so stark kaum/gar nicht
  9. 9. Zentrale Ergebnisse 3. Wirtschaftliche Zukunft des Landes 09.12.2020 9 Zukunftserwartungen zwischen Hoffen und Bangen Mit Blick auf die Zukunftsaussichten des Landes sind die Deutschen gespalten: Jeweils knapp die Hälfte der Befragten sieht Deutschland für die zukünftigen wirtschaftlichen Her- ausforderungen „gut“ (48%) beziehungsweise „schlecht“ (49%) gerüstet. Wie frühere Umfragen zeigen, gab es ähnliche Bewertungen auch schon in der Vergangenheit. So gaben vor vier Jahren (2016) die Ergebnisse ein vergleich- bares Stimmungsbild wieder, im Nachgang der Finanzkrise 2010 überwogen sogar mit 61 zu 37% die pessimistischen Erwartungen deutlich. 93%
  10. 10. Deutschland ist auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft … 10 39 61 50 48 54 37 46 49 2010 2013 2016 2020 gut vorbereitet nicht gut vorbereitet 09.12.2020 Frage: Ist Deutschland auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft ...?
  11. 11. B. Wahrnehmung der gesellschaftlichen Lage 09.12.2020 11 93%Hohe Akzeptanz und Stresssymptome Große Krisen setzen eine Gesellschaft außergewöhnlichen Stresssituationen aus, können sich auf den sozialen Zusammenhalt auswirken, aber unter Umständen auch das Vertrauen in die politische Führung stärken. Für alle drei Aspekte bieten die Ergebnisse der Umfrage deutliche Anhaltspunkte.
  12. 12. Zentrale Ergebnisse 1. Akzeptanz der staatlichen Corona-Maßnahmen 09.12.2020 12 Krisenmaßnahmen werden mehrheitlich mitgetragen Trotz der seit Monaten andauernden Pandemie-Krise mit immer wieder neuen und für die Bevölkerung herausfordernden Beschränkungen des sozialen Umgangs und der wirtschaftlichen Betätigung, finden weiterhin rund sechs von zehn Befragten (59%) die von Bund und Ländern getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie für angemessen. Die Erwartungen der restlichen Bevölkerung gehen in entgegengesetzte Richtungen: mit 23% ist fast ein Viertel der Meinung, die ergriffenen Maß- nahmen seien „zu lasch“; 16% hingegen finden, dass sie „zu streng“ wären. Damit ist ausgerechnet jene Gruppe deutlich in der Minderheit, die seit Monaten mit Demonstrationen und anderen Protestaktionen lautstark ihre Kritik an den aus ihrer Sicht zu weit gehenden staatlichen Eingriffen in die Persönlichkeitsrechte der Bürger bekunden. 93%59%
  13. 13. „Die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie halte ich für ...“ 09.12.2020 13 59 23 16 3 angemessen zu lasch zu streng k.A. Frage: Halten Sie die Maßnahmen des Staates zur Eindämmung der Corona-Epidemie, alles in allem für ...?
  14. 14. Zentrale Ergebnisse 2. Finanzhilfen für Unternehmen 09.12.2020 14 Hohe Zustimmung Ausdruck von Akzeptanz der staatlichen Krisenbewältigung durch den Staat ist auch die überwältigende Zustimmung der Bevölkerung zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Krise. So finden es 92% der Befragten richtig, aufgrund der Pandemie in Schwierigkeiten geratene Unternehmen von staatlicher Seite finanziell mit Steuermitteln zu unterstützen. 93%92%
  15. 15. „Finanzielle Hilfen des Staates für krisengeschädigte Unternehmen finde ich ...“ 09.12.2020 15 92 4 2 richtig nicht richtig k.A. Frage: Infolge der Corona-Krise haben viele Unternehmen zurzeit große finanzielle Probleme. Finden Sie es richtig, dass der Staat solche Unternehmen mit Steuermitteln finanziell unterstützt?
  16. 16. Zentrale Ergebnisse 3. Vertrauen in die Politik 09.12.2020 16 Gewachsenes Zutrauen in die Politik Objektiv sind die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands im Zuge der Corona-Krise enorm gewachsen. Trotzdem hat das Vertrauen der Be- völkerung darauf, dass die Politik diese Probleme lösen könne, gegenüber früheren Jahren noch deutlich zugenommen. Auch wenn in der öffent- lichen Meinung zuletzt der Eindruck überwiegt, dass der Höhepunkt der Zustimmung der Bevöl- kerung zu den Corona-Maßnahmen bereits über- schritten ist, haben nach wie vor fast zwei Drittel der Befragten Vertrauen in die Problemlösungs- fähigkeit der Politik. 64% Dabei dürften sich die hohen Zustimmungsraten zur Krisenbekämpfung und der Umstand, dass Deutschland im Vergleich zu vielen seiner Nach- barländer bislang relativ gut durch die Krise gekommen ist, wechselseitig befördern. Ausweislich anderer Umfragen kommt insbesondere dem weiterhin hohen Vertrauen, das die Bundeskanzlerin in der Bevölkerung genießt, eine wichtige Rolle zu. Erst der Langzeitvergleich macht deutlich, wie sich das Vertrauen der Menschen in die Politik in ihrer Amtszeit kontinuierlich gesteigert hat: von 30% im Jahr 2006 auf aktuell mit 64% über das Doppelte.
  17. 17. „Die Politik ist in der Lage, die wirtschaftlichen Probleme des Landes zu lösen.“ 17 2002 2006 2010 2013 2016 2020 32 30 32 46 49 64 66 68 66 51 47 33 0 20 40 60 80 100 ja nein 09.12.2020 Frage: Glauben Sie, die Politik ist in der Lage, die aktuellen wirtschaftlichen Probleme unseres Landes zu lösen?
  18. 18. Zentrale Ergebnisse 4. Gesellschaftlicher Zusammenhalt 09.12.2020 18 Stresssymptome erkennbar Trotz positiver Werte bei Akzeptanz und Vertrauen gegenüber der Politik machen sich nach Monaten belastender Auflagen und Krisenfolgen auch deutliche Anzeichen der gesellschaftlichen Anspannung bemerkbar. Mag in der Anfangsphase der Krise im Frühjahr das vielleicht noch anders gewesen sein, ist mittlerweile zumindest ein Drittel der Befragten (33%) der Meinung, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland im Zuge der Pandemie gelitten habe. Immerhin vertreten allerdings 40% die Auffassung, dass es in dieser Hinsicht keine Veränderung gegeben hat, rund ein Viertel (24%) meint sogar, der soziale Zusammenhalt habe noch zugenommen. 93%
  19. 19. „Der gesellschaftliche Zusammenhalt hat mit der Corona-Krise ...“ 09.12.2020 19 33 24 40 4 abgenommen zugenommen sich nicht verändert k.A. Frage: Glauben Sie, dass der Zusammenhalt in der Gesellschaft in Deutschland angesichts der Corona-Krise ... hat?
  20. 20. STUDIENDESIGN METHODIK Computer-Assisted Telephone Interviews (CATI); Dual Frame Interviews wurden vom 13. bis 18. November 2020 von KANTAR im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken durchgeführt. STICHPROBE ZEITRAUM 1.001 Befragte Wohnbevölkerung in Deutschland im Alter von mindestens 18 Jahren in einem Privathaushalt lebend. 20 09.12.2020

Repräsentative Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken. Krise ohne Krisenstimmung. Die Corona-Krise hat zwar die Wirtschaft voll erfasst, und dies wird von der Bevölkerung auch so wahrgenommen. Allerdings scheinen sich die finanziellen Folgen der Pandemie bislang noch nicht dramatisch auf die breite Bevölkerung ausgewirkt zu haben. So wird die eigene wirtschaftliche Lage weiterhin mehrheitlich als „gut“ bezeichnet; gleichzeitig sieht die Mehrheit der Befragten für sich bislang nur geringe oder gar keine negativen finanziellen Folgen der Pandemie. Mit Blick auf die wirtschaftliche Zukunft des Landes herrscht hingegen ein eher ambivalentes Stimmungsbild.

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