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Wirtschaftsstandort: Deutschland im globalen Wettbewerb

Die Corona-Pandemie verändert deutlich die Perspektive: Plötzlich kann es vielen Deutschen mit dem technologisch wissenschaftlichen Fortschritt nicht schnell genug gehen. Die Ergebnisse unserer Umfrage zum „Wirtschaftsstandort: Deutschland im globalen Wettbewerb“:

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Wirtschaftsstandort: Deutschland im globalen Wettbewerb

  1. 1. Wirtschaftsstandort: Deutschland im globalen Wettbewerb Repräsentative Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken Januar 2021
  2. 2. Management Summary 20.01.2021 2 93% Neue Herausforderungen - neuer Zukunftsgeist? Die meisten Befragten halten die deutschen Unternehmen für den internationalen Wettbewerb weiterhin für gut gerüstet. Gleichwohl fällt das Urteil nicht mehr so strahlend aus wie noch eine Dekade zuvor. Corona mit seinen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft verunsichert, ebenso die veränderten Kräfteverhältnisse im internationalen Handel. Vor dem Hintergrund der gewachsenen Herausforderungen finden die Deutschen aber zu einer für sie erstaunlichen, offeneren Haltung gegenüber technischem Fort- schritt und der Anwendung neuer Technologien. Auch das Selbst- bewusstsein, mit der eine große Mehrheit für die stärkere Durch- setzung europäischer Interessen in der Welt plädiert, überrascht.
  3. 3. Zentrale Ergebnisse 1. Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen 20.01.2021 3 Unternehmen gut gerüstet Fast zwei Drittel der Befragten (65%) halten die deutschen Unternehmen insgesamt für gut gerüstet, um im inter- nationalen Wettbewerb bestehen zu können. Trotz der negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Welt- handel, die eine Exportnation wie Deutschland naturgemäß besonders treffen, überwiegt damit eindeutig die Zuver- sicht, dass die Unternehmen ihre starke Stellung auf den Weltmärkten verteidigen können. Allerdings waren vor zehn Jahren mit fast drei Viertel der Befragten (72%) in dieser Hinsicht noch deutlich mehr Menschen optimistisch. Auch die Verdoppelung des Anteils jener, die sich zu der Frage kein Urteil zutrauen (von 9 auf 18%), signalisiert ein gewisses Maß an Verunsicherung. 93% 65%
  4. 4. „Die deutschen Unternehmen sind für den internationalen Wettbewerb …“ 4 2000 2002 2004 2007 2008 2010 2020 9 8 7 6 8 9 65 61 58 51 65 70 72 22 31 35 42 29 22 19 18 0 20 40 60 80 100 gut gerüstet schlecht gerüstet k.A. 20.01.2021 Frage: Sind deutsche Unternehmen für den internationalen Wettbewerb eher gut gerüstet, oder sind sie eher schlecht gerüstet?
  5. 5. Zentrale Ergebnisse 2. Wirtschaftsmächte im Wettbewerb 20.01.2021 5 Der globalen Herausforderung bewusst Von den drei großen Wirtschaftsblöcken USA, China und Europäische Union halten über zwei Drittel der Deutschen (68%) China für die wirtschaftlich erfolgreichste Region. In dieser Beurteilung spiegeln sich die in den letzten 10 bis 15 Jahren verschobenen globalen Kräfteverhältnisse deutlich wider. Damit scheinen sich die Deutschen der damit verbundenen Herausforderungen bewusst zu sein. Dass mehr als ein Fünftel der Befragten die EU als wirtschaftlich erfolgreicher ansieht als die USA, spricht einerseits für ein gesundes Selbstvertrauen, dürfte andererseits aber das wirtschaftliche Potenzial Amerikas etwas unterschätzen. 93%
  6. 6. „Die wirtschaftlich erfolgreichste Region ist …“ 20.01.2021 6 68 22 7 4 China EU USA k.A. Frage: Wenn Sie einmal Europa, die USA und China miteinander vergleichen. Was meinen Sie: Welche Region ist heute wirtschaftlich am erfolgreichsten?
  7. 7. Zentrale Ergebnisse 3. Tempo des technischen Fortschritts 20.01.2021 7 Technischem Fortschritt aufgeschlossener In der Einstellung der Deutschen gegenüber dem technologischen Wandel kommt das einer Revolution gleich: Erstmals seit Erhebung dieser Frage durch den Bankenverband bekundet mit 47% eine Mehr- heit der Befragten, dass ihnen das Tempo des technologischen Fortschritts in Deutschland zu langsam vonstatten geht. Vor sieben Jahren (2013) meinten das lediglich 14%, während 64% die Geschwindigkeit des Fortschritts damals als „gerade richtig“ und 20% als zu schnell empfanden. Aktuell halten das Innovationstempo in Deutschland dagegen nur noch 38% für angemessen, und der Anteil, der es für zu schnell hält, hat sich auf 9% mehr als halbiert. 47%
  8. 8. „Das Tempo des technischen Fortschritts ist …“ 8 13 15 12 13 19 20 9 61 58 64 38 48 50 53 26 21 32 35 30 14 47 0 20 40 60 80 100 zu schnell gerade richtig zu langsam 2000 2002 2004 2006 2010 2013 2020 Frage: Geht es Ihnen mit dem technischen Fortschritt in Deutschland eher zu schnell voran, eher zu langsam voran, oder ist das Tempo gerade richtig? 20.01.2021
  9. 9. Zentrale Ergebnisse 4. Innovationen bei IT, Digitalisierung und KI 20.01.2021 9 Die größere Aufgeschlossenheit gegenüber technischen Fortschritten schließt auch die Digitalisierung insgesamt sowie speziell IT- Technologie oder Anwendungen wie Künst- liche Intelligenz (KI) mit ein. Konkret nach diesen Bereichen gefragt, fallen die Ergeb- nisse kaum anders aus als bei der Frage nach dem allgemeinen technischen Fort- schritt. Nahezu der Hälfte der Bevölkerung (47%) empfindet auch hier die Innovations- geschwindigkeit als zu langsam, nur 13% als zu schnell. Angesichts der in der öffent- 47% Vielen kann es inzwischen nicht schnell genug gehen lichen Debatte insbesondere gegenüber KI-Anwendungen häufig zu beobachtenden Skepsis überrascht das dann doch. Vielleicht hat die Corona-Krise mit ihrem auf vielen Feldern erzwungenen, teilweise aber auch nur wahrgenommenen „Stillstand“ den Wunsch vieler Menschen nach einer Be- schleunigung des technologischen Wandels verstärkt – möglicherweise auch mit der Hoffnung begleitet, durch neue techno- logische Möglichkeiten die Krise und deren Folgen schneller zu überwinden.
  10. 10. „Bei IT, Digitalisierung und KI geht es mir mit dem Fortschritt in Deutschland …“ 20.01.2021 10 47 33 13 8 zu langsam gerade richtig zu schnell k.A. Frage: Und wenn Sie einmal konkret an Computertechnologie, Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz denken, wie sehen Sie das? Geht es Ihnen da mit dem Fortschritt in Deutschland eher zu schnell voran, eher zu langsam voran, oder ist das Tempo gerade richtig.
  11. 11. Zentrale Ergebnisse 5. Globale Durchsetzung europäischer Interessen 20.01.2021 11 Sollte die EU ihre Interessen in der Welt gegenüber anderen Staaten stärker durch- setzen, um im internationalen Wettbewerb besser bestehen zu können, oder sollte sie auf andere Länder mehr Rücksicht nehmen? – Wenn es nach den Deutschen ginge, sollte die Europäische Union in dieser Hinsicht durchaus eine härtere Gangart einlegen. Fast drei Viertel (72%) der Befragten sprechen sich dafür aus, die europäischen Interessen im internationalen Wettbewerb stärker durch-zusetzen. Ein Ergebnis, das im Hinblick auf die bisher auf internationaler 72% Neues außenpolitisches Selbstbewusstsein? Bühne ausgleichend-moderierende Haltung Deutschlands eher überrascht. Unter Um- ständen erwächst aber sogar gerade aus einer als übertrieben empfundenen Rück- sichtnahme erst der Wunsch in der Bevöl- kerung nach einer stärkeren Durchsetzung eigener, in diesem Fall europäischer Interessen. Zudem dürfte angesichts der zunehmend härteren Interessenpolitik anderer internationaler Akteure auch die Befürchtung eine Rolle spielen, die EU müsse sich diesem Stil anpassen, um sich global behaupten zu können.
  12. 12. „Die EU sollte gegenüber anderen Staaten …“ 20.01.2021 12 72 21 7 ihre Interessen stärker durchsetzen mehr Rücksicht nehmen k.A. Frage: Sollte die EU ihre Interessen in der Welt gegenüber anderen Staaten stärker durchsetzen, um im internationalen Wettbewerb besser bestehen zu können, oder sollte die EU mehr auf andere Länder Rücksicht nehmen?
  13. 13. STUDIENDESIGN METHODIK Computer-Assisted Telephone Interviews (CATI); Dual Frame Interviews wurden vom 13. bis 18. November 2020 von KANTAR im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken durchgeführt. STICHPROBE ZEITRAUM 1.001 Befragte Wohnbevölkerung in Deutschland im Alter von mindestens 18 Jahren in einem Privathaushalt lebend.

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